Roman Kim gehört zu den faszinierendsten Solisten der jüngsten Generation. Als moderner Künstler war er im Internet schon Kult, bevor er in großen Sälen gefeiert wurde. Roman Kims Musikvideos wurden auf YouTube zehntausendfach angeschaut und verbreiteten seinen Ruf als Ausnahmegeiger um den Globus.

Bei Auftritten in Deutschland, Spanien, Italien und Israel fesselt Kim sein Publikum mit atemberaubender Virtuosität, Begeisterungsfähigkeit und unbändiger Energie. Dabei kümmert er sich wenig um Konventionen oder Erwartungshaltungen. Stattdessen entdeckt er die Epoche der Romantik und der großen Virtuosen für sich und seine Zuhörer neu.

Seinen künstlerischen Schwerpunkt legt Roman Kim auf das große Violinrepertoire von Komponisten wie Glasunow, Tschaikowsky, Sibelius, Brahms und Mendelssohn. Die größte Inspiration zieht er aber aus der Auseinandersetzung mit Leben und Werk des legendären Teufelsgeigers Niccolò Paganini. Auf Paganinis Spuren wandelnd, setzt er nicht nur Originalkompositionen unter Strom, sondern arrangiert fordernde Werke der Musikliteratur für sein Instrument neu. Bachs berühmte „Air“, die in Kims Transkription zu einem mehrstimmigen Solostück wird, entwickelte sich im Netz zum Hit und wird in Kürze durch den renommierten Musikverlag Bärenreiter veröffentlicht.

Ein weiteres Vorbild von Roman Kim ist Jimi Hendrix. Von ihm lässt er sich dazu anregen, über den stilistischen Tellerrand zu schauen und die Klangmöglichkeiten seines Instruments auch mit unkonventionellen Mitteln zu erweitern. Aus Kims Kompositionen stechen Stücke wie „Drei Romanzen für Violine und Klavier“, „I Brindisi“ sowie Violintranskriptionen bekannter Werke wie Bachs „Badinerie“ und seine „Air“ heraus. 

Seinen ersten Violinunterricht erhielt Roman Kim im Alter von fünf Jahren. Als Siebenjähriger gewann er erste Preise bei nationalen Wettbewerben, die ihn im Jahr 2000 an die Zentralmusikschule in Moskau führten. Als Stipendiat der Mstislav Rostropovich Stiftung (2001 – 2008) belegte er Meisterkurse bei Maxim Vengerov, Midori Goto, Lewis Kaplan, Miriam Fried sowie Gidon Kremer und setzte seine Konzerttätigkeit in wichtigen Sälen Russlands, Westeuropas und Südkoreas fort.

Roman Kim lernte Violine an der Zentralmusikschule in Moskau bei Prof. Galina Turtschaninova. Im Alter von 16 Jahren wurde Roman Kim an der Kölner Musikhochschule aufgenommen und begann sein Studium bei Prof. Viktor Tretjakov. 2012 erhielt er den Ersten Preis des 28. Internationalen Wettbewerbs „VALSESIA MUSICA“. Als Preisträger beim Internationalen Musikwettbewerb Köln (2011) spielte er mit dem WDR Rundfunkorchester Köln.

Roman Kim spielt eine Violine von Alexander Hazin "Superior" (2015, Köln). Im Januar 2013 war Kim während einer einstündigen Sendung bei WDR 3 TonArt zu hören. In der Tonhalle Düsseldorf wurde er von den Düsseldorfer Symphonikern begleitet. In Sälen wie der Kölner Philharmonie und der Laeiszhalle Hamburg spielte er unter anderem mit der Jungen Philharmonie Köln, der Neuen Philharmonie Südwestfalen und dem Moskauer Sinfonieorchester.

Sein Debüt als Solist in der Kölner Philharmonie mit dem Violinkonzert Nr. 1 von Niccolò Paganini wurde von Publikum und Presse bejubelt. Der Kölner Stadtanzeiger schrieb am 30. Januar 2013: „Im Konzert [...] demonstrierte Kim lauter Hexereien, das riss die Philharmoniebesucher von den Sesseln. [...] Kein Konkurrent dürfte in fünf Minuten mehr Töne und Schikanen schaffen.“